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Kreisvolkshochschule Cochem-Zell

Ravenéstr. 17
56812 Cochem
 
Tel.: 02671 / 61-464 + 61-465
Fax: 02671 / 61-467
E-Mail: kvhs@cochem-zell.de
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Presse

Hier können Sie einige interessante Presseartikel über die KVHS Cochem-Zell nachlesen:

 

Kreisvolkshochschule Cochem-Zell mit neuem Internetauftritt!
Neue Technologie für Seminar- und Schulungsräume

 

Neue Internetseite Bild

Günter Michels (li.) und Landrat Manfred bei der Vorstellung des neuen Unterrichtsmaterials

 
Cochem-Zell. Modern sieht es aus, das neue Logo des Deutschen Volkshochschulverbandes, das nun auch als Erkennungszeichen der Kreisvolkshochschule Cochem-Zell dient! Briefköpfe, Kursbescheinigungen, Zertifikate sowie der Internetauftritt des heimischen Weiterbildungsinstitutes tragen das neue Logo.

Landrat Manfred Schnur und der Leiter der Kreisvolkshochschule Cochem-Zell gaben nun den Startschuss für die Freigabe des Internetauftrittes im neuen Design. Dieser hat sich nicht nur nicht nur äußerlich gewandelt – die Seiten wurden weiter ausgebaut und zahlreiche Informationen, Kurse und Veranstaltungen benutzerfreundlich eingestellt: „Weiterbildung ist wichtiger denn je, deshalb müssen wir auch mit der Zeit gehen und das Internet der Kreisvolkshochschule, die ein wichtiger Träger in der Erwachsenenbildung ist, weiter ausbauen“, begründete Landrat Manfred Schnur die Erweiterung der Internetseiten.

Und Günter Michels, Leiter der Kreisvolkshochschule ergänzte: „Wir wünschen uns, dass die Bürgerinnen und Bürger dieses neue Angebot nutzen! Denn unter www.kvhs.-cochem-zell.de können Sie sich in Ruhe von zu hause über alle Kurse und Veranstaltungen informieren sowie sich online anmelden. Auf den ersten Blick sehen Sie, ob Ihr Kurs ausgebucht ist oder ob noch Plätze frei sind!“
 
Moderne Unterrichts-technologie dank
Konjunkturprogramm II
Auch in Sachen Unterrichtsmethodik und Ausstattung der Räumlichkeiten wurde im Jahre 2009 bei der Kreisvolkshochschule Cochem-Zell kräftig investiert. Durch Mittel in Höhe von rd. 95.000 Euro aus dem Konjunkturprogramm II konnten neue Hard- und Software sowie Einrichtungsgegenstände und Unterrichtsmaterialien für die Seminarräume beschafft werden. „Zukünftig werden die Dozenten in den Kursen mit einem eBeam arbeiten, um den Seminarablauf für unsere Kursteilnehmer noch besser optimieren zu können“, erklärte Michels die angeschafften technologischen Neuerungen.
 
- Artikel aus Eifelzeitung 1. KW 2010 -
 

 Weiterbildung wird moderner

Finanzspritze für die Kreisvolkshochschule:
Neue Computerarbeitsplätze und interaktive Tafeln
Alles neu macht der Dezember - so könnte es derzeit bei der Kreisvolkshochschule heißen. Denn die Ausstattung der Fort- und Weiterbildungseinrichtung ist dank des Konjunkturpaketes von Grund auf modernisiert worden.
 
COCHEM- ZELL. Die Volkshochschule im Kreis Cochem- Zell (KVHS) hat aus dem Konjunkturpaket II 95 000 Euro erhalten. Mit dem Geld wurden die Räume der KVHS in Cochem und Zell modernisiert. An beiden Standorten gibt es jetzt 13 moderne Computerarbeitsplätze mit 19- Zoll- Bildschirmen, modernen Rechnern, die mit neuer Software bespielt wurden. Darüber hinaus wurden alle Räume mit einheitlichen Stühlen und Tischen eingerichtet, und für den Unterricht stehen Moderationskoffer, Flipchart und Overheadprojektor zur Verfügung. Landrat Manfred Schnur, der die neue Ausstattung besichtigt hat, ist froh, dass so viel Geld in eine Einrichtung für Fort- und Weiterbildung geflossen ist.
 
Besonders glücklich ist Günter Michels, Leiter der KVHS, über die neue interaktive Tafel eBeam. Mit Notebook und Beamer können künftig überall Bilder direkt vom PC an die Wand geworfen werden. Der Dozent kann mit einem elektronischen Stift Änderungen vornehmen, die über einen Sensor direkt zum Rechner übertragen werden. Diese neue methodische Unterrichtsvariante, die jetzt viermal im Haus vorhanden ist, wird vor allem in den Computerkursen zum Einsatz kommen.
 
Darüber hinaus hat sich die KVHS auch optisch einen neuen Anstrich gegeben - zumindest was die Internetpräsenz (www.kvhs- cochem- zell.de), das Briefpapier und das Layout von Zeugnissen und Gutscheinen betrifft. Damit präsentieren sich jetzt die Volkshochschulen im Land größtenteils einheitlich.     
Über alle Neuerungen werden die VHS- Dozenten Anfang Januar offiziell informiert, und sie werden außerdem in die Benutzung des neuen Unterrichtsmaterials eingewiesen.
Auch das Kursangebot der KVHS wurde erweitert. Im kommenden Jahr wird ein Kurs zum Erwerb der Mittleren Reife angeboten, worauf Günter Michels sehr stolz ist. "Bisher hatten wir nur den Hauptschulabschluss im Programm", so Michels. Bei den Software- Kursen wird künftig auch mit "Quark Express" gearbeitet. Außerdem wird das Kursangebot für Kinder und Senioren erweitert. Mit viel Erfolg wurden in der Vergangenheit Integrationskurse angeboten sowie Vorbereitungskurse für den Einbürgerungstest. Ende Januar starten diese Kurse erneut. (awa)
 
RZ Mittelmosel vom Mittwoch, 16. Dezember 2009, Seite 15.
 
Weiterbildung moderner
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Günter Michels (KVHS- Leiter) und Landrat Manfred Schnur (rechts) begutachten das neue Unterrichtsmaterial. Foto: Korz

 

 

 

 

 

 

 

 

Geheimnis der Partnerwahl gelüftet

Warum wir uns finden, lieben und hassen: Paartherapeut Dr. Mathias Jung spricht über die Stolpersteine in Liebesbeziehungen Stolpersteine in Liebesbeziehungen gibt es viele. Paartherapeut Mathias Jung hat darüber ein ganzes Buch geschrieben und es im Cochemer Kapuzinerkloster vorgestellt.

COCHEM. Ach, ja. Frauen und Männer passen einfach nicht zusammen, und wenn sie es doch miteinander versuchen, dann ist es für beide "richtig harte Arbeit" - findet Paartherapeut Dr. Mathias Jung, der im ausverkauften Cochemer Kapuzinerkloster vor rund 300 Zuhörern über "Das Geheimnis der Partnerwahl" sprach.

Kurzweilig und mit viel Humor spickte er seinen Vortag mit vielen Beispielen aus seiner täglichen Praxis und ebenso vielen Lebensweisheiten aus der psychologischen Wissenschaft. Er machte deutlich, dass jede Beziehung ein absolutes Wagnis mit unbekanntem Ausgang bedeute, dass Liebe nie die Selbstliebe ersetze. Es gilt der Leitsatz: "Erst wenn ich ohne dich leben kann, kann ich mit dir leben."

Einfach ist in der Liebe nichts - nach der Heirat, die wir meist, ohne recht bei Sinnen zu sein, im Liebestaumel erleben, muss die Enttäuschung kommen, behauptet Jung. Und die Enttäuschung sei besonders wichtig: "Jede Liebe enthält illusorische Elemente. Wir wollen getäuscht werden. Umso wichtiger ist es, dass jede Liebe nach einer gewissen Zeit in die Ent- Täuschung geht. Das geht nicht anders, denn niemand kann alle
Erwartungen eines Partners erfüllen."

Warum wir einen bestimmte Menschen lieben, andere hassen und wieder andere heiraten, ist nach Jungs Ansicht häufig tief mit unseren Erfahrungen in der Kindheit verbunden. So suchen sich Frauen häufig die Männer, die ihren Vätern entweder sehr ähneln oder das komplette Gegenbeispiel sind. Und auch Männer orientieren sich bei der Wahl ihrer Partnerinnen oft am eigenen Mutterbild. Und häufig, so Jung, könne uns
das auch zum Verhängnis werden, denn wer unbewusst nur einen Mutter- Ersatz suche, der finde auch keine Partnerin. Wer überhaupt keine Bindungen eingehe, der habe vielleicht eine klammernde und dominante Mutter gehabt und jetzt Angst, dass ihm das mit der Partnerin wieder passiere. Um bestimmte Verhaltensmuster bei der Partnersuche zu durchbrechen, müsse man bei sich selbst anfangen, denn jede Suche nach dem richtigen Partner ende bei einem selbst, so Jung. Ein Segen, so der Paartherapeut, dessen erste Ehe ebenfalls in die Brüche ging, sei ganz oft die zweite Ehe. Da habe man die "Kinderkrankheiten" hinter sich gelassen und über sich und die eigenen Fehler reflektiert.

Gründe, warum wir Beziehungen beginnen, gibt es viele, und oftmals wird der Partner dabei instrumentalisiert: Er dient als Fluchthelfer aus dem Elternhaus, er löst das Bedürfnis nach Sicherheit, nach Familie und Kindern, oder er hat genau die Eigenschaften, die man sich selbst immer gewünscht hat. "Viele gehen mit ungelösten Minderwertigkeitskomplexen in die Beziehung und wundern sich dann, dass sie
zerbricht", so Jung. In einer gesunden Beziehung ist der Partner ein "Entwicklungshelfer", der neue Impulse gibt. (awa)

Dr. Mathias Jung ist Psychotherapeut und Philosoph am Gesundheitszentrum Dr.- Max- Otto- Brucker- Haus in Lahnstein. Er hat unter anderem das Buch "Das Geheimnis der Partnerwahl: Warum wir uns suchen und finden" geschrieben.


RZ Mittelmosel vom Samstag, 17. Oktober 2009, Seite 18.

 

Neue Kurse in Sachen Lebensmittelhygiene 

Angebot der Kreisvolkshochschule für Jäger, Verkäufer und Mitarbeiter in der Gastronomie

COCHEM. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Personen, die in der Produktion, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Lebensmitteln arbeiten, in Fragen der Lebensmittelhygiene geschult werden müssen. Ziel eines Kurses bei der Kreisvolkshochschule (KVHS) ist es, durch Information, Aufklärung und Schulung, Fehlverhalten im Hygienebereich zu vermeiden und gleichzeitig die Beteiligten zu hygienischem Handeln zu motivieren. Dr Kurs wird angeboten am Samstag, 14. November, oder am Samstag, 12. Dezember, jeweils von 8 bis 13 Uhr. Die Teilnahme kostet 58 Euro einschließlich des Skripts.

Die Zielgruppe sind etwa Jäger, die Wild abgeben, Erzeuger, die Eier an der Haustür oder Lebensmittel auf Wochenmärkten verkaufen, Lebensmitteleinzelhändler, Beschäftigte in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung (Kindergärten, Seniorenheime, Ganztagsschulen), aber auch alle diejenigen, die für Vereine und Organisationen mit Lebensmitteln umgehen. Die Teilnahme wird durch einen anerkannten Nachweis nach Artikel vier, Absatz zwei, der EG- Verordnung 852/2004 bescheinigt.

Der Gesetzgeber schreibt weiter vor, dass der gleiche Personenkreis zur Vermeidung gesundheitlicher Gefahren betriebseigene Maßnahmen und Kontrollen zu machen. Die Verordnung verpflichtet den Lebensmittelunternehmer darüber hinaus, zu gewährleisten, dass Personen, die für die Eigenkontrollen zuständig sind, angemessen geschult werden. Auch dafür bietet die KVHS einen Kurs an. Zielgruppe sind Betriebsleiter und Beauftragte im Gaststättengewerbe und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung.

Die Teilnahme wird durch einen anerkannten Schulungsnachweis im Sinne der Forderung des Artikel vier, Absatz zwei, der EG- Verordnung 852/2004 bescheinigt. Termin ist Dienstag, 17. November, von 18.30 bis 21.30 Uhr. Die Gebühr beträgt 38 Euro inklusive Skript.

Anmeldung bei der Kreisvolkshochschule unter Telefon 02671/614 64

 

RZ Mittelmosel vom Dienstag, 29. September 2009, Seite 18.

    

Projekt hilft Jugend beim Berufseinstieg

Kreisvolkshochschule bietet umfassende Starthilfe für junge Jobsuchende. Das Projekt "Aktivierungshilfe" hat bereits im vorigen Jahr vielen Jugendlichen geholfen, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Auch 2009 wird mit verschiedenen Maßnahmen benachteiligten Berufseinsteigern geholfen.

KOBLENZ. Berufsbegleitende Bildungsmaßnahmen bietet die Kreisvolkshochschule (KVHS) Cochem- Zell in der Mosel- Akademie der Handwerkskammer (HwK) Koblenz an. Jugendlichen, die wegen sozialer, migrations- oder qualifizierungsbedingter Probleme nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt finden, will die Maßnahme "Aktivierungshilfe" der Arbeitsgemeinschaft Cochem- Zell unterstützen.

Durch intensive sozialpädagogische Begleitung, Motivation und Förderung sollen die Jugendlichen im Alter von 18 bis 29 Jahren an die Anforderungen einer künftigen Arbeitsstelle herangeführt werden. Seit Jahresbeginn ist die Mosel- Akademie der HwK Koblenz als Kooperationspartner der KVHS Cochem- Zell in das Projekt "Aktivierungshilfe" involviert.

Von den Jugendlichen, die seit Januar 2009 in der HwK- Mosel- Akademie an der Maßnahme teilgenommen haben, schafften zehn den Sprung in ein Arbeitsverhältnis. Zwei weitere werden demnächst ihren Hauptschulabschluss nachholen. Besonders positiv verlief für zwei Teilnehmer ein Praktikum: Sie konnten Anfang August eine Ausbildung beginnen.

Drei Bausteine sollen beim Projekt "Aktivierungshilfe" zum Erfolg führen: Der erste ist die "Motivationsphase", die den Teilnehmern durch kleine Projekte in ausgewählten Berufsfeldern erste Erfolgserlebnisse ermöglicht. Der zweite Baustein besteht aus der sozialpädagogischen Begleitung, die eine positive Lern- und Arbeitshaltung erreichen will. Darüber hinaus soll sie helfen Integrationshemmnisse zu bewältigen. In einem dritten Schritt erhalten die Jugendlichen Fördereinheiten, die ihnen Grundfertigkeiten für den Job vermitteln. Dazu gehören Kommunikations- und Sprachförderung, Mathematikunterricht, Aus- und Weiterbildung in der elektronischen Datenverarbeitung und Bewerbungstraining. Die Teilnehmer erhalten in Lehrwerkstätten erste Einblicke in ihr angestrebtes Berufsfeld.

Doch nicht nur Theorie steht auf dem Lehrplan. Sport- und Freizeitaktivitäten schaffen Gruppensituationen, die den Teamgeist fördern. Zum Beispiel erwanderten die Berufseinsteiger die Eifel oder besichtigten das Mainzer Stadttheater und den Landtag. Das Projekt läuft noch bis Ende des Jahres.Infos gibt es bei der Mosel- Akademie unter Tel. 02671/ 916 94- 180 oder unter mosel- akademie@hwk- koblenz.de sowie bei der KVHS Cochem- Zell unter Tel. 02671/ 61- 464 und per E- Mail an kvhs@cochem- zell.de

RZ Mittelmosel vom Donnerstag, 10. September 2009, Seite 20.

 

Wer Hilfe will, ruft "Feuer!"

Selbstverteidigungskurse für Kinder sind im Kreis gefragt - Die RZ besuchte ein Training in Zell Kinder vor potenziellen Angriffen zu schützen, ist Ziel von Selbstverteidigungskursen, die seit mehr als einem Jahr im Kreis angeboten werden. Mit verschiedenen Handgriffen und Tricks werden Sechs bis Zehnjährige auf Gefahren vorbereitet.

 ZELL. Michael Kern ist eigentlich bei der Caritas in Trier beschäftigt. Der stets aufgeweckt ausschauende Mann aus Bernkastel- Kues arbeitet dort als Bilanzbuchhalter. Außerhalb seines Berufes hat sich Kern ein Ziel gesetzt: Er möchte die Kinder in der Region schützen und bietet deshalb mit der Kreisvolkshochschule Cochem- Zell rund fünf Selbstverteidigungskurse im Jahr für Kinder an.

An einem Kurs nehmen im Schnitt zwölf Jungen und Mädchen teil. Auch in der Grundschule Zell waren wieder viele Sechs- bis Zehnjährige dabei, um sich von Kern in die Geheimnisse der Selbstverteidigung einführen zu lassen.

V- Schritt gegen Angreifer

Mit seiner Frau Rodora zeigt Michael Kern den Kindern hier zunächst nützliche Griffe und Strategien. Nach einem kurzen Aufwärmtraining mit Konditions- und Gleichgewichtsübungen lernen die Kinder einen breitbeinigen V- Schritt, der es potenziellen Angreifern schwer macht, die Jungen und Mädchen mitzuschleifen.

Kern zeigt den Kindern danach einen Trick für die Situation, dass sie umklammert werden: Hier hilft es, den Angreifer in den inneren Oberschenkel kneifen. Dort befindet sich eine sehr empfindliche Stelle des menschlichen Körpers, die bei Reizung einen großen Schmerz auslöst. Nach dem Losreißen ist es dann wichtig, wegzulaufen und sich Hilfe bei Bekannten oder Passanten zu suchen, erklärt Kern.

Er macht den Kindern deutlich, dass es in Notsituationen effektiver ist statt "Hilfe!" "Feuer!" zu rufen. "Bei einem Hilferuf denken viele Erwachsene, dass Kinder am Spielen sind", erklärt Kern den Grundschülern. Kommt von allein keine Hilfe, sollten die Kinder einzelne Passanten direkt ansprechen. Statt eine ganze Gruppe um Hilfe zu fragen, ist das Bitten bei einer Einzelperson effektiver. Kern erläutert: "In einer Ansammlung von vielen Menschen fühlen sich die meisten Erwachsenen nicht richtig angesprochen.

Der direkte Appell, beispielsweise durch Sätze wie ,Hey, Sie in dem grünen T- Shirt, können Sie mir bitte helfen?‘, ist da für die Kinder wesentlich effektiver." Auch der Konflikt mit Gleichaltrigen wird im Kurs thematisiert. Kommt etwa ein Mitschüler auf die Kinder zu und will mit der Hand angreifen, können sich die jungen Teilnehmer des Selbstverteidigungskurses nun besser wehren: eine freie Hand um den Hals des Angreifers legen und ihn dann mit den einem Fuß ein Beinstellen. Die Angreifer stolpern daraufhin und fallen zu Boden.

Eine weiterer Trick zur Verteidigung vor Angriffen Gleichaltriger: Eines der Kinder setzt sich dazu in Bauchhöhe auf ein anders, das am Boden liegt. Der Trick zur Befreiung aus dieser misslichen Situation besteht nun in einer ruckartigen Bewegung der Oberschenkel, die schnell zum Körper gezogen werden müssen. Der Angreifer rutscht dabei nach vorne und der am Boden Liegende kann sich befreien.

Das Üben beim Training macht den Kindern Spaß: "Das war richtig witzig", findet etwa der zehnjährige Peter Werner aus Zell. Dies ist auch Ziel des Kurses: "Außer dem Vorstellen von effektiven Verteidigungstechniken ist es uns wichtig, dass die Kinder die Griffe und Techniken bei der Einübung auch mit Freude absolvieren", sagt Michael Kern.

Eine besonders wichtige Übung ist das "Böse Mann"- Spiel. Dabei sollen die Kinder simulieren, dass sie auf dem Nachhauseweg von der Schule sind. Kern hält mit seinem Auto neben ihnen an und fragt sie nach Namen, Adresse und Hobbys. Einige der Kinder machen dabei instinktiv das Richtige: Sie sprechen nicht lange mit dem fremden Mann und rennen zügig weg.

Kein Gespräch zulassen

Weglaufen und sich Hilfe suchen, dem potenziellen Tätern erst gar keine Chance für ein längeres Gespräch und eine Straftat geben, ist wichtig. Natürlich ist nicht jeder, der mit Kindern sprechen möchte, ein potenzieller Angreifer, doch mit Verteidigungsstrategien, wie sie die Kinder bei Kern lernen, können sich die Teilnehmer sicherer fühlen.

"Wir stärken mit unseren Übungen das Selbstbewusstsein der Kinder", reflektiert Kern den Sinn seines Kurses. So seien viele der aus den Seminaren resultierenden Erfolge durchaus auf den sogenannten Placeboeffekt zurückzuführen: Die Jungen und Mädchen denken nach dem Kurs, dass sie sich nun besser verteidigen können, also setzen sie Energien frei, die sie tatsächlich sicherer in der Selbstverteidigung werden lässt.

Im Herbst gibt es einen neuen Selbstverteidigungskurs für Kinder. Ein genauer Termin und ein Veranstaltungsort werden über die Kreisvolkshochschule bekannt gegeben. Dann steht auch Seminarleiter Michael Kern wieder bereit, um junge Menschen im Kreis sicherer vor potenziellen Angriffen zu machen.

Jens Münster

 

RZ Mittelmosel vom Freitag, 14. August 2009, Seite 17

 

 

Einblick in die Mitte des Bösen

Oliver Maringer referierte im Kardener Stiftsmuseum über die Anfänge des Nationalsozialismus in der Moselregion Noch immer beschäftigt das Phänomen des Nationalsozialismus viele Gemüter - auch in der Region von Eifel, Mosel und Hunsrück. In einem Vortrag im Kardener Stiftsmuseum wurde die Zeit von 1933 bis 1945 reflektiert. Eingeladen hatte die Kreisvolkshochschule Cochem- Zell.

TREIS- KARDEN. Es war wohltuend, wie der erst 24 Jahre alte Oliver Maringer in Gegenwart von Zeitzeugen das schwierige Thema der damals aufkeimenden Diktatur in Deutschland beleuchtete. Objektiv aber engagiert richtete der Lehramtsanwärter aus Greimersburg im Stiftsmuseum seinen Blick auf die Moselregion in der Zeit des Nationalsozialismus. Wie aber waren die Anfänge der Nazis hier und wie fanden sie Anklang in der Bevölkerung?

Wegen der großen Quellenlage beschränkte sich der junge Historiker auf die Jahre von 1933 bis 1935. Anfänglich war die Akzeptanz bei den Menschen nicht sehr groß, doch die hohen Arbeitslosenzahlen und ein durchgeführtes Notprogramm brachten der NSDAP in der Stadt Koblenz immerhin zehn Prozent der Wählerstimmen neben der damals dominierenden Zentrums- Partei. 1925 wurde Robert Ley mit der Gründung
des Gaues Rheinland- Süd beauftragt, gefolgt 1928 vom Gau Rheinland.

1931 wird der berüchtigte Gustav Simon, der sich 1945 in der Haft erhängte, neuer Chef des Gaues Koblenz-Trier. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen mit Josef Bürckel, der den Nachbar- Gau Saargebiet leitete. Simon konnte sich schließlich durchsetzen und baute den Gau Moselland auf. Maringers Blick in die Mitte des Bösen gab interessante Aufschlüsse: Nach dem Reichsleiter war der Gauleiter fast unumschränkter Herrscher in seinem Bereich, der nach unten weitertrat und so für einen steigenden Druck der nachgeordneten Stellen sorgte. Mit den fortschreitenden Jahren flaute der anfängliche
Enthusiasmus mehr und mehr ab, denn das Angst- und Schreckensregime zeigte deutlich seine hässliche Fratze.

Es gab sogar vereinzelten Widerstand in der Bevölkerung, der auch zu Verurteilungen führte wie bei einem Winzer aus Pommern, der sich offen gegen die Katholikenverfolgungen stellte. Eine besondere Schikane für Missliebige war auch, sie durch öffentlichen Aushang in Schaukästen zu diffamieren. Ein Pfarrer landete deswegen vor dem Richter, weil er an einem nationalsozialistischen Feiertag die Glocken nicht läuten ließ oder den Hitlergruß verweigerte.

In entsprechenden Lageberichten nach Berlin wurde beispielsweise über staatsschädliches Verhalten berichtet. Dabei gab man auch einen Überblick über kirchliche Aktivitäten oder die Situation in der Landwirtschaft, über andere politische und kirchliche Organisationen und auch aus dem Kulturleben. So wurde auf kirchlicher Seite das Kürzel "HJ" für "Herz- Jesu- Jugendliche" benutzt, um die Nazis zu irritieren. In den Mitteilungen der Gestapo (Geheime Staatspolizei) wurden auch die Verhaftungen von angeblichen Spionen oder Landesverrätern mitgeteilt. Peinlichst genau wurden die "Vergehen" von Juden und Ausländern festgehalten.

Es entstanden schließlich die sogenannten Sonderlager, wie etwa in Hinzert im Hunsrück, oder die Außenlager in Wittlich, Cochem, Treis und Koblenz, die man auch "Lauflager" nannte, da alle Arbeiten im Laufschritt erledigt werden mussten. In "Läuseappellen" wurden die Häftlinge nackt an ein Kreuz gebunden und so gedemütigt und in ihrer Würde verletzt. Konnte ein Gefangener bei den schweren körperlichen
Arbeiten nicht mithalten, wurde sein Kopf so lange unter Wasser gehalten, bis er zu ertrinken drohte, oder er wurde aufgehängt bis kurz vor dem Ersticken. Hinzert zählte dabei zu den grausamsten Einrichtungen.

Die vorgesehene Eisenbahnstrecke auf der Treiser Seite sollte der Entlastung der anderen Moselseite dienen. Wie viele Menschen in Treis oder in Bruttig tatsächlich bei diesem Nazi- Terror umgekommen sind, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Zum Abschluss seines aufrüttelnden Vortrages stand die provozierende Frage im Raum, ob solches auch heute nochmals passieren kann? Tief beeindruckt verließen die Zuhörer
das Stiftsmuseum.

Heinz Kugel

RZ Mittelmosel vom Mittwoch, 5. August 2009, Seite 14

 
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Imker

Imkerverein bringt Anfängern die Bienenkunde näher 

Um Anfänger an die Bienenkunde heranzuführen, hatte der Imkerverein Zell zu einem Informationstag in den Kaimter Wald bei Zell eingeladen. Am Bienenstand des Zeller Ortsvorsitzenden Otto Schneiders boten die Imker Interessierten und Naturfreunden einen Einblick in die Imkerei im Landkreis Cochem- Zell.

Der Ortsvorstand und der Vorsitzende des Kreisimkerverbandes Cochem- Zell, Franz Josef Schneider, standen den Gästen für Fragen zum Thema Imkerei zur Verfügung. Gleichzeitig diente der Informationstag zur Vorbereitung des Theorie- und Praxiskurses "Imkerei heute - für Anfänger" der Kreisvolkshochschule (KVHS) in der Grundschule Zell, der am Montag, 24. August, beginnt. Auskünfte zu dem Kurs erhalten Interessierte bei der KVHS unter Telefon 02671/614 64 und bei Otto Schneiders unter Telefon 06542/4406.  

Foto: Hans Pargen

RZ Mittelmosel vom Donnerstag, 30. Juli 2009, Seite 15.

 

 
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AH

 Aktivierungshilfe besuchte Landtag

Lehrer und Teilnehmer der Maßnahme "Aktivierungshilfe", im Auftrag des Job-Centers Cochem-Zell und der Kreisvolkshochschule (KVHS) in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Koblenz, Moselakademie Cochem und durch den Europäischen Sozialfonds für Deutschland gefördert - besuchten auf Einladung der SPD- Landtagsabgeordneten Heike Raab den Landtag in Mainz. Zunächst erhielten sie bei einer Führung durch das Staatstheater Einblicke in den Spielbetrieb: Bühnentechnik, Garderoben, Werkstätten und Schneidereien bekamen sie zu sehen. Danach führte Heike Raab die Gruppe durch das Deutschhaus und den Plenarsaal des Landtags und stellte sich den Fragen der jungen Leute.

RZ Mittelmosel vom Dienstag, 7. Juli 2009, Seite 18.

 
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