Hier können Sie einige interessante Presseartikel über die KVHS Cochem-Zell nachlesen:
Darüber hinaus hat sich die KVHS auch optisch einen neuen Anstrich gegeben - zumindest was die Internetpräsenz (www.kvhs- cochem- zell.de), das Briefpapier und das Layout von Zeugnissen und Gutscheinen betrifft. Damit präsentieren sich jetzt die Volkshochschulen im Land größtenteils einheitlich.
Über alle Neuerungen werden die VHS- Dozenten Anfang Januar offiziell informiert, und sie werden außerdem in die Benutzung des neuen Unterrichtsmaterials eingewiesen.
Auch das Kursangebot der KVHS wurde erweitert. Im kommenden Jahr wird ein Kurs zum Erwerb der Mittleren Reife angeboten, worauf Günter Michels sehr stolz ist. "Bisher hatten wir nur den Hauptschulabschluss im Programm", so Michels. Bei den Software- Kursen wird künftig auch mit "Quark Express" gearbeitet. Außerdem wird das Kursangebot für Kinder und Senioren erweitert. Mit viel Erfolg wurden in der Vergangenheit Integrationskurse angeboten sowie Vorbereitungskurse für den Einbürgerungstest. Ende Januar starten diese Kurse erneut. (awa)
RZ Mittelmosel vom Mittwoch, 16. Dezember 2009, Seite 15.
Günter Michels (KVHS- Leiter) und Landrat Manfred Schnur (rechts) begutachten das neue Unterrichtsmaterial. Foto: Korz
Geheimnis der Partnerwahl gelüftet
Warum wir uns finden, lieben und hassen: Paartherapeut Dr. Mathias Jung spricht über die Stolpersteine in Liebesbeziehungen Stolpersteine in Liebesbeziehungen gibt es viele. Paartherapeut Mathias Jung hat darüber ein ganzes Buch geschrieben und es im Cochemer Kapuzinerkloster vorgestellt.
COCHEM. Ach, ja. Frauen und Männer passen einfach nicht zusammen, und wenn sie es doch miteinander versuchen, dann ist es für beide "richtig harte Arbeit" - findet Paartherapeut Dr. Mathias Jung, der im ausverkauften Cochemer Kapuzinerkloster vor rund 300 Zuhörern über "Das Geheimnis der Partnerwahl" sprach.
Kurzweilig und mit viel Humor spickte er seinen Vortag mit vielen Beispielen aus seiner täglichen Praxis und ebenso vielen Lebensweisheiten aus der psychologischen Wissenschaft. Er machte deutlich, dass jede Beziehung ein absolutes Wagnis mit unbekanntem Ausgang bedeute, dass Liebe nie die Selbstliebe ersetze. Es gilt der Leitsatz: "Erst wenn ich ohne dich leben kann, kann ich mit dir leben."
Einfach ist in der Liebe nichts - nach der Heirat, die wir meist, ohne recht bei Sinnen zu sein, im Liebestaumel erleben, muss die Enttäuschung kommen, behauptet Jung. Und die Enttäuschung sei besonders wichtig: "Jede Liebe enthält illusorische Elemente. Wir wollen getäuscht werden. Umso wichtiger ist es, dass jede Liebe nach einer gewissen Zeit in die Ent- Täuschung geht. Das geht nicht anders, denn niemand kann alle
Erwartungen eines Partners erfüllen."
Warum wir einen bestimmte Menschen lieben, andere hassen und wieder andere heiraten, ist nach Jungs Ansicht häufig tief mit unseren Erfahrungen in der Kindheit verbunden. So suchen sich Frauen häufig die Männer, die ihren Vätern entweder sehr ähneln oder das komplette Gegenbeispiel sind. Und auch Männer orientieren sich bei der Wahl ihrer Partnerinnen oft am eigenen Mutterbild. Und häufig, so Jung, könne uns
das auch zum Verhängnis werden, denn wer unbewusst nur einen Mutter- Ersatz suche, der finde auch keine Partnerin. Wer überhaupt keine Bindungen eingehe, der habe vielleicht eine klammernde und dominante Mutter gehabt und jetzt Angst, dass ihm das mit der Partnerin wieder passiere. Um bestimmte Verhaltensmuster bei der Partnersuche zu durchbrechen, müsse man bei sich selbst anfangen, denn jede Suche nach dem richtigen Partner ende bei einem selbst, so Jung. Ein Segen, so der Paartherapeut, dessen erste Ehe ebenfalls in die Brüche ging, sei ganz oft die zweite Ehe. Da habe man die "Kinderkrankheiten" hinter sich gelassen und über sich und die eigenen Fehler reflektiert.
Gründe, warum wir Beziehungen beginnen, gibt es viele, und oftmals wird der Partner dabei instrumentalisiert: Er dient als Fluchthelfer aus dem Elternhaus, er löst das Bedürfnis nach Sicherheit, nach Familie und Kindern, oder er hat genau die Eigenschaften, die man sich selbst immer gewünscht hat. "Viele gehen mit ungelösten Minderwertigkeitskomplexen in die Beziehung und wundern sich dann, dass sie
zerbricht", so Jung. In einer gesunden Beziehung ist der Partner ein "Entwicklungshelfer", der neue Impulse gibt. (awa)
Dr. Mathias Jung ist Psychotherapeut und Philosoph am Gesundheitszentrum Dr.- Max- Otto- Brucker- Haus in Lahnstein. Er hat unter anderem das Buch "Das Geheimnis der Partnerwahl: Warum wir uns suchen und finden" geschrieben.
RZ Mittelmosel vom Samstag, 17. Oktober 2009, Seite 18.
Neue Kurse in Sachen Lebensmittelhygiene
Angebot der Kreisvolkshochschule für Jäger, Verkäufer und Mitarbeiter in der Gastronomie
COCHEM. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Personen, die in der Produktion, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Lebensmitteln arbeiten, in Fragen der Lebensmittelhygiene geschult werden müssen. Ziel eines Kurses bei der Kreisvolkshochschule (KVHS) ist es, durch Information, Aufklärung und Schulung, Fehlverhalten im Hygienebereich zu vermeiden und gleichzeitig die Beteiligten zu hygienischem Handeln zu motivieren. Dr Kurs wird angeboten am Samstag, 14. November, oder am Samstag, 12. Dezember, jeweils von 8 bis 13 Uhr. Die Teilnahme kostet 58 Euro einschließlich des Skripts.
Die Zielgruppe sind etwa Jäger, die Wild abgeben, Erzeuger, die Eier an der Haustür oder Lebensmittel auf Wochenmärkten verkaufen, Lebensmitteleinzelhändler, Beschäftigte in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung (Kindergärten, Seniorenheime, Ganztagsschulen), aber auch alle diejenigen, die für Vereine und Organisationen mit Lebensmitteln umgehen. Die Teilnahme wird durch einen anerkannten Nachweis nach Artikel vier, Absatz zwei, der EG- Verordnung 852/2004 bescheinigt.
Der Gesetzgeber schreibt weiter vor, dass der gleiche Personenkreis zur Vermeidung gesundheitlicher Gefahren betriebseigene Maßnahmen und Kontrollen zu machen. Die Verordnung verpflichtet den Lebensmittelunternehmer darüber hinaus, zu gewährleisten, dass Personen, die für die Eigenkontrollen zuständig sind, angemessen geschult werden. Auch dafür bietet die KVHS einen Kurs an. Zielgruppe sind Betriebsleiter und Beauftragte im Gaststättengewerbe und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung.
Die Teilnahme wird durch einen anerkannten Schulungsnachweis im Sinne der Forderung des Artikel vier, Absatz zwei, der EG- Verordnung 852/2004 bescheinigt. Termin ist Dienstag, 17. November, von 18.30 bis 21.30 Uhr. Die Gebühr beträgt 38 Euro inklusive Skript.
Anmeldung bei der Kreisvolkshochschule unter Telefon 02671/614 64
RZ Mittelmosel vom Dienstag, 29. September 2009, Seite 18.
Projekt hilft Jugend beim Berufseinstieg
Kreisvolkshochschule bietet umfassende Starthilfe für junge Jobsuchende. Das Projekt "Aktivierungshilfe" hat bereits im vorigen Jahr vielen Jugendlichen geholfen, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Auch 2009 wird mit verschiedenen Maßnahmen benachteiligten Berufseinsteigern geholfen.
KOBLENZ. Berufsbegleitende Bildungsmaßnahmen bietet die Kreisvolkshochschule (KVHS) Cochem- Zell in der Mosel- Akademie der Handwerkskammer (HwK) Koblenz an. Jugendlichen, die wegen sozialer, migrations- oder qualifizierungsbedingter Probleme nur schwer Zugang zum Arbeitsmarkt finden, will die Maßnahme "Aktivierungshilfe" der Arbeitsgemeinschaft Cochem- Zell unterstützen.
Durch intensive sozialpädagogische Begleitung, Motivation und Förderung sollen die Jugendlichen im Alter von 18 bis 29 Jahren an die Anforderungen einer künftigen Arbeitsstelle herangeführt werden. Seit Jahresbeginn ist die Mosel- Akademie der HwK Koblenz als Kooperationspartner der KVHS Cochem- Zell in das Projekt "Aktivierungshilfe" involviert.
Von den Jugendlichen, die seit Januar 2009 in der HwK- Mosel- Akademie an der Maßnahme teilgenommen haben, schafften zehn den Sprung in ein Arbeitsverhältnis. Zwei weitere werden demnächst ihren Hauptschulabschluss nachholen. Besonders positiv verlief für zwei Teilnehmer ein Praktikum: Sie konnten Anfang August eine Ausbildung beginnen.
Drei Bausteine sollen beim Projekt "Aktivierungshilfe" zum Erfolg führen: Der erste ist die "Motivationsphase", die den Teilnehmern durch kleine Projekte in ausgewählten Berufsfeldern erste Erfolgserlebnisse ermöglicht. Der zweite Baustein besteht aus der sozialpädagogischen Begleitung, die eine positive Lern- und Arbeitshaltung erreichen will. Darüber hinaus soll sie helfen Integrationshemmnisse zu bewältigen. In einem dritten Schritt erhalten die Jugendlichen Fördereinheiten, die ihnen Grundfertigkeiten für den Job vermitteln. Dazu gehören Kommunikations- und Sprachförderung, Mathematikunterricht, Aus- und Weiterbildung in der elektronischen Datenverarbeitung und Bewerbungstraining. Die Teilnehmer erhalten in Lehrwerkstätten erste Einblicke in ihr angestrebtes Berufsfeld.
Doch nicht nur Theorie steht auf dem Lehrplan. Sport- und Freizeitaktivitäten schaffen Gruppensituationen, die den Teamgeist fördern. Zum Beispiel erwanderten die Berufseinsteiger die Eifel oder besichtigten das Mainzer Stadttheater und den Landtag. Das Projekt läuft noch bis Ende des Jahres.Infos gibt es bei der Mosel- Akademie unter Tel. 02671/ 916 94- 180 oder unter mosel- akademie@hwk- koblenz.de sowie bei der KVHS Cochem- Zell unter Tel. 02671/ 61- 464 und per E- Mail an kvhs@cochem- zell.de
RZ Mittelmosel vom Donnerstag, 10. September 2009, Seite 20.
Wer Hilfe will, ruft "Feuer!"
Selbstverteidigungskurse für Kinder sind im Kreis gefragt - Die RZ besuchte ein Training in Zell Kinder vor potenziellen Angriffen zu schützen, ist Ziel von Selbstverteidigungskursen, die seit mehr als einem Jahr im Kreis angeboten werden. Mit verschiedenen Handgriffen und Tricks werden Sechs bis Zehnjährige auf Gefahren vorbereitet.
ZELL. Michael Kern ist eigentlich bei der Caritas in Trier beschäftigt. Der stets aufgeweckt ausschauende Mann aus Bernkastel- Kues arbeitet dort als Bilanzbuchhalter. Außerhalb seines Berufes hat sich Kern ein Ziel gesetzt: Er möchte die Kinder in der Region schützen und bietet deshalb mit der Kreisvolkshochschule Cochem- Zell rund fünf Selbstverteidigungskurse im Jahr für Kinder an.
An einem Kurs nehmen im Schnitt zwölf Jungen und Mädchen teil. Auch in der Grundschule Zell waren wieder viele Sechs- bis Zehnjährige dabei, um sich von Kern in die Geheimnisse der Selbstverteidigung einführen zu lassen.
V- Schritt gegen Angreifer
Mit seiner Frau Rodora zeigt Michael Kern den Kindern hier zunächst nützliche Griffe und Strategien. Nach einem kurzen Aufwärmtraining mit Konditions- und Gleichgewichtsübungen lernen die Kinder einen breitbeinigen V- Schritt, der es potenziellen Angreifern schwer macht, die Jungen und Mädchen mitzuschleifen.
Kern zeigt den Kindern danach einen Trick für die Situation, dass sie umklammert werden: Hier hilft es, den Angreifer in den inneren Oberschenkel kneifen. Dort befindet sich eine sehr empfindliche Stelle des menschlichen Körpers, die bei Reizung einen großen Schmerz auslöst. Nach dem Losreißen ist es dann wichtig, wegzulaufen und sich Hilfe bei Bekannten oder Passanten zu suchen, erklärt Kern.
Er macht den Kindern deutlich, dass es in Notsituationen effektiver ist statt "Hilfe!" "Feuer!" zu rufen. "Bei einem Hilferuf denken viele Erwachsene, dass Kinder am Spielen sind", erklärt Kern den Grundschülern. Kommt von allein keine Hilfe, sollten die Kinder einzelne Passanten direkt ansprechen. Statt eine ganze Gruppe um Hilfe zu fragen, ist das Bitten bei einer Einzelperson effektiver. Kern erläutert: "In einer Ansammlung von vielen Menschen fühlen sich die meisten Erwachsenen nicht richtig angesprochen.
Der direkte Appell, beispielsweise durch Sätze wie ,Hey, Sie in dem grünen T- Shirt, können Sie mir bitte helfen?‘, ist da für die Kinder wesentlich effektiver." Auch der Konflikt mit Gleichaltrigen wird im Kurs thematisiert. Kommt etwa ein Mitschüler auf die Kinder zu und will mit der Hand angreifen, können sich die jungen Teilnehmer des Selbstverteidigungskurses nun besser wehren: eine freie Hand um den Hals des Angreifers legen und ihn dann mit den einem Fuß ein Beinstellen. Die Angreifer stolpern daraufhin und fallen zu Boden.
Eine weiterer Trick zur Verteidigung vor Angriffen Gleichaltriger: Eines der Kinder setzt sich dazu in Bauchhöhe auf ein anders, das am Boden liegt. Der Trick zur Befreiung aus dieser misslichen Situation besteht nun in einer ruckartigen Bewegung der Oberschenkel, die schnell zum Körper gezogen werden müssen. Der Angreifer rutscht dabei nach vorne und der am Boden Liegende kann sich befreien.
Das Üben beim Training macht den Kindern Spaß: "Das war richtig witzig", findet etwa der zehnjährige Peter Werner aus Zell. Dies ist auch Ziel des Kurses: "Außer dem Vorstellen von effektiven Verteidigungstechniken ist es uns wichtig, dass die Kinder die Griffe und Techniken bei der Einübung auch mit Freude absolvieren", sagt Michael Kern.
Eine besonders wichtige Übung ist das "Böse Mann"- Spiel. Dabei sollen die Kinder simulieren, dass sie auf dem Nachhauseweg von der Schule sind. Kern hält mit seinem Auto neben ihnen an und fragt sie nach Namen, Adresse und Hobbys. Einige der Kinder machen dabei instinktiv das Richtige: Sie sprechen nicht lange mit dem fremden Mann und rennen zügig weg.
Kein Gespräch zulassen
Weglaufen und sich Hilfe suchen, dem potenziellen Tätern erst gar keine Chance für ein längeres Gespräch und eine Straftat geben, ist wichtig. Natürlich ist nicht jeder, der mit Kindern sprechen möchte, ein potenzieller Angreifer, doch mit Verteidigungsstrategien, wie sie die Kinder bei Kern lernen, können sich die Teilnehmer sicherer fühlen.
"Wir stärken mit unseren Übungen das Selbstbewusstsein der Kinder", reflektiert Kern den Sinn seines Kurses. So seien viele der aus den Seminaren resultierenden Erfolge durchaus auf den sogenannten Placeboeffekt zurückzuführen: Die Jungen und Mädchen denken nach dem Kurs, dass sie sich nun besser verteidigen können, also setzen sie Energien frei, die sie tatsächlich sicherer in der Selbstverteidigung werden lässt.
Im Herbst gibt es einen neuen Selbstverteidigungskurs für Kinder. Ein genauer Termin und ein Veranstaltungsort werden über die Kreisvolkshochschule bekannt gegeben. Dann steht auch Seminarleiter Michael Kern wieder bereit, um junge Menschen im Kreis sicherer vor potenziellen Angriffen zu machen.
Jens Münster
RZ Mittelmosel vom Freitag, 14. August 2009, Seite 17